Unsere Kinderbürgermeister bei der Bezirksversammlung in Jakomini

Es war eine Premiere für Graz: Bezirksvorsteher Klaus Strobl lud erstmals die KinderbürgermeisterInnen und das Kinderparlament der Stadt Graz zur Bezirksversammlung Jakomini. Auch Kinder- und Familienstadtrat Kurt Hohensinner konnte als Ehrengast begrüßt werden. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und viele Ideen und Anliegen der anwesenden Mädchen und Buben des Kinderparlaments für den Bezirk Jakomini konnten gehört werden.

Graz ist „familienfreundliche Gemeinde“ und das bereits seit 2012. Vor kurzem startete das Re- Audit-Verfahren für die Zertifzierung zur kinder- und familienfreundlichen Gemeinde 2020. Der Bezirksrat Jakomini nahm dies zum Anlass die KinderbürgermeisterInnen und das Kinderparlament der Stadt Graz zur alljährlichen Bezirksversammlung, die am 20. November in der Modeschule Graz stattfand, einzuladen. Ein Novum für Graz.

Gemeinsam mit Kinder- und Familienstadtrat Kurt Hohensinner und der anwesenden Bevölkerung wurde darüber diskutiert „Wie kinder- und familienfreundlich ist Jakomini?“ aus Sicht der Kinder. Es war eine tolle Veranstaltung und beeindruckend wie klar und direkt die Kinderparlamentarier ihre Forderungen an eine nachhaltige Zukunft in unserem Bezirk formulierten.

Ihre Ideen und Vorschläge reichten vom öffentlichen Verkehr – „Straßenbahnen und Busse sind oft zu voll und sollten daher häufiger fahren“ – über die Sicherheit vor Schulen insbesondere an den Straßenbahn- und Bushaltestellen, wo es entsprechende Zebrastreifen zur Straßenquerung, über ein Mehr an Sport- und Kinderspielplätzen – „Auch Kinder und Jugendliche brauchen ihre Freiräume in der Stadt“ mit Spielgeräten, Kletterbäumen und viel Wiese zum Spielen samt Naschgärten, bis hin zu einem nachhaltigen Ausbau der Rad- und Gehwege, damit auch Kinder mit dem Rad sicher zur Schule fahren können.

Auf die Frage, was braucht es in Park- und Freizeitanlagen? Da bemängelten unsere Jungparlamentarier, dass Kinder oft Angst vor Hunden haben und es daher nicht gut sei, wenn Hunde auf den Kinderspielplätzen sind und es deshalb mehr Hundewiesen braucht. Und vor allem braucht es mehr Wasserspielmöglichkeiten, denn die Kinder plantschen gerne und lieben das Spiel mit Wasser und Sand wie zum Beispiel das Bauen von Sandburgen oder einfach das Herumgatschen.

Und was wäre für Sie das perfekte Graz? Diese Antwort war überraschend: Mädchen sollen mehr Männersachen machen z. B. Fußballspielen oder Kampfsportarten betreiben. Und die Burschen sollten mehr Kochen. Für Bezirksvorsteher Klaus Strobl war die Begegnung mit unseren „JungpolitikerInnen“ nicht nur eine wundervolle und bereichernde Erfahrung, sondern zeigte auch auch auf, wie wichtig es ist, gerade auf der Bezirksebene sich mit den Ängsten und Sorgen, aber auch den Ideen und Visionen der nächsten Generation auseinanderzusetzen. Denn diese wissen genau, wie sie sich einen Bezirk mit viel Lebens- und Freiraumqualität vorstellen könnten.

Zum Abschluss bekamen die Kinderbürgermeisterin als kleines Dankeschön das begehrte Jakomini-Maskottchen als Handtasche und Schlüsselanhänger. Und eine Einladung des gesamten Kinderparlaments zu einer Führung Anfang nächsten Jahr durch unsere neue Ballsporthalle im Bezirk samt anschließenden gemeinsamen Pizzaessen. Diese Form des Generationendialogs wird mit Sicherheit ihre Fortsetzung finden.

Der Grazer hat in seiner Ausgabe vom 27.11.2019 zur Bezirksversammlung unter dem Titel „Kinderbürgermeister zu Besuch im Bezirk Jakomini“ einen netten Nachbericht veröffentlicht.

Quelle: Stefan Haller, Woche Graz, 27.11.2019